Tipps beim Autokauf

Unfallspuren

 

Grundsätzlich gilt: Ein gut reparierter Schaden ist nicht weiter schlimm. Achten Sie darauf, dass die Spalten zwischen den Carrosserieteilen gleichmäßig verlaufen. Ist dem nicht so, liegt der Verdacht eines Unfalles nahe. Weiter ist zu beachten, dass die Türen gut zu schließen und bei Probefahrten keine Windgeräusche zu vernehmen sind. Damit Strukturabweichungen sichtbar sind, schauen Sie sich die Carrosserie gegen das Licht an. Prüfen Sie die Übergänge zwischen Carrosserie und Fahrwerk, indem Sie die Türen und die Motorhaube öffnen. Wurden Lackierarbeiten vorgenommen, sind diese bei den Übergängen ersichtlich. Lassen Sie sich bestätigen, dass das Auto unfallfrei ist.  

 

Rost

 

Ältere Autos müssen auf Rost untersucht werden. Die Radkästen, Übergänge zwischen den Seitenwänden und Kotflügeln, sowie der Bereich wo sich die Batterie befindet, müssen überprüft werden. Bei neueren Autos findet man eher selten Rost.

 

Ölverlust

 

Ein gewaschener und blitzblanker Motorraum sollte Sie stutzig machen, da durch die Motorwäsche undichte Stellen verschleiert werden. Um dies zu prüfen, lassen Sie das Auto im Stand laufen. Auf dem Boden können Sie erkennen, wenn ein Flüssigkeitsverlust vorhanden ist. Öltropfen unter dem Motor und dem Getriebe sind ebenfalls Anzeichen undichter Stellen. Weiter überprüfen Sie das Kühlwasser auf Ölspuren und den Ölmessstab auf Spuren von Wasser (Anzeichen für eine defekte Zylinderkopfdichtung).  

 

Manschetten und Schläuche

 

Dies muss vor allem bei älteren Autos überprüft werden. Sind die Gummiteile spröde, müssen sie ersetzt werden. Jedoch können auch die abgedeckten Teile beschädigt sein, sodass solche Schläuche und Manschetten nicht dicht sind.

 

Kühler

 

Sind am Kühler Kalkspuren zu sehen, besteht die Möglichkeit eines undichten Kühlers.

 

Scheinwerfer, Scheiben und Lampen

 

Um sicher zu gehen, dass alle Beleuchtungen funktionieren, werden diese getestet. Weiter muss kontrolliert werden, ob Risse vorhanden oder die Lichter von innen beschlagen sind. Sind die Scheiben der Beleuchtungskörper eher matt, müssen diese bei einer Inspektion ersetzt werden. Ebenfalls prüfen, ob die Beleuchtungskörper fest sitzen. Es könnte sein, dass eine Halterung bei einer Kollision angebrochen wurde. Zum Schluss werden sämtliche Scheiben getestet und auf Kratzer überprüft.

 

Zahnriemen

 

Bei Autos mit Zahnriemen nachfragen, ob dieser schon einmal ersetzt wurde. Ist dem nicht so, muss der Preis neu verhandelt werden. Verlangen Sie unbedingt Serviceheft und Reparaturbelege. Entnehmen Sie diesem, dass die vorgeschriebenen Zeiträume für den Service nicht eingehalten wurden, besteht die Möglichkeit, dass ein gerissener Zahnriemen zu einem schweren Motorschaden führt. Der Wechsel eines Zahnriemens kann je nach Modell und aufgrund des Arbeitsaufwands eine teure Angelegenheit sein. Optimal wäre es, wenn mit dem Zahnriemen auch gleich die Wasserpumpe ersetzt wurde. Wenn das Auto Steuerketten hat, genau hinhören, ob im Leerlauf Klappgeräusche vom Kettenspanner vernommen werden.

 

Stoßstange

 

Die Stoßstange muss auf Kratzspuren und Risse überprüft werden. Sollte dem so sein, kontrollieren Sie, ob sich darunter ein Carrosserieschaden verbirgt.

 

Fahrwerk

 

Die Stoßdämpfer werden auf undichte Stellen überprüft.  Wenn Sie die Probefahrt auf einer unebenen Straße machen, achten Sie auf Klappgeräusche, welche beim Lenkrad spürbar sind. Ist dies der Fall, können die Querlenkgummis, die Spurstange oder die Stoßdämpfer defekt sein.

 

Bremsen

 

Überprüfen Sie, ob Sie beim Bremsen ein Pulsieren am Bremspedal spüren.  Die Sichtkontrolle der Dicke der Bremsbeläge darf nicht vergessen werden.

 

Elektronik

 

Leuchten bei der Probefahrt irgendwelche Kontrolllichter auf  (z.B. ABS), kann es sich um einen defekten Sensor handeln. Im schlimmsten Fall muss das Steuergerät ersetzt werden, was Sie mehrere tausend Franken kosten wird. Von diesem Auto ist abzuraten.

 

Räder und Reifenprofil

 

Neue Pneus sind fällig, wenn die  Profilhöhe nicht mindestens 3 mm beträgt. Nicht gleichmäßig abgefahrene Reifen oder gebildete Stufen im Profil würden auf eine verschobene Achseneinstellung hindeuten.

 

Erhalten Sie zum Auto zusätzlich einen Satz Räder, prüfen Sie dessen Zulassung. Im Idealfall handelt es sich um Originalräder vom Hersteller. Sind es Räder von einem anderen Hersteller, muss ein Nachweiszertifikat vorhanden sein, was vielleicht schon im Fahrzeugausweis vermerkt ist. Durch das Nachweiszertifikat müssen die Felgen beim Straßenverkehrsamt eingetragen werden. Handelt es sich um Alufelgen, fragen Sie nach den dazugehörigen speziellen Radschrauben. Werden bei der Probefahrt Vibrationen bemerkt, sollten die Räder neu ausgewuchtet werden.

 

Innenraum

 

Falls der Vorbesitzer Raucher oder Hundebesitzer war, kann es im Innenraum muffeln.

 

Kontrollieren Sie den Teppichboden unter den Fußmatten auf Feuchtigkeit und den Feueranzünder.  Je nach Verschmutzungsgrad kann schlechter Geruch im Fahrzeug behoben werden. Dies wiederum verursacht weitere Kosten.

 

Sie haben das Recht einer Reduktion des Kaufpreises sowie einer professionelle Autowäsche und –pflege.

 

Serviceheft

 

Das Herz des Autos kann nie auf Fehler jeglicher Art überprüft werden. Das Servicebuch aber ist seine Visitenkarte. Nehmen Sie dieses besonders gründlich in Augenschein: Dies sollte lückenlos geführt und möglicherweise von einem entsprechenden Markenhändler abgestempelt sein. Dies gilt ebenfalls  für die Abgaswartung. Auch den Tachostand müssen Sie kontrollieren.

 

Bestehen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Verkäufers, entscheiden Sie sich gegen dieses Auto.

 

Schaltung und Getriebe

 

Die Gänge sollten ohne „Kratzgeräusche“ einlegt werden können. Schaltgetriebe zeigen die ersten Ermüdungserscheinungen beim Schalten vom dritten in den zweiten Gang. Beim Automatikgetriebe müssen die Gänge sanft zu schalten sein.  

 

Motorfahrzeugkontrolle

 

Sehr wichtig ist das Datum der letzten Autoprüfung. Früher wurden alle Autos nach der Umschreibung und dessen letzte Motorfahrzeugkontrolle länger als ein Jahr zurück lag, nochmals geprüft. Dadurch verbesserte sich die Qualität der Autos.

 

Das Straßenverkehrsamt hat den Prüfungszeitraum neu festgelegt: Leichte bis schwere Personenwagen müssen im Kanton Wallis erstmals nach vier Jahren, dann alle drei und schlussendlich alle zwei Jahre periodisch zur Nachprüfung.

 

www.AutoB.ch stellt Ihnen zusätzlich einen Mustervertrag und eine Checkliste zur Verfügung.

 

 

 

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